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Mengens Triathleten Race Officials unterwegs ins gelobte Land.


Nachdem unser altehrwürdiger Herr Bundeskanzler a.D. Dr. phil., Dr. h.c. mult. Helmut J.M. Kohl für freies Geleit beim Übertritt über die imaginäre innerdeutsche Grenze gesorgt, also die Zusage an uns gemacht hat, "nicht belästigt, angegriffen oder verhaftet zu werden", wollten drei Unerschrockene sich von den, im Jahre 1990 gerade von Jenem versprochenen "blühenden Landschaften" überzeugen.
Der Zufall wollte es, dass just in dieser Zeit im sachen-anhaltischen Halle an der Saale ein Ausdauerwettkampf, "bestehend aus einem Mehrkampf der Disziplinen Schwimmen, Radfahren und Laufen, die nacheinander und in genau dieser Reihenfolge (Prinzip: abnehmende Gefährlichkeit) mit ununterbrochener Zeitnahme zu absolvieren sind", stattfand.

Mit einem hochmotorisierten Fahrzeug eines namhaften Herstellers aus der klassenfeindlichen bayrischen Landeshauptstadt machte man sich auf den Weg. Von Mengen aus über Nebenstraßen bis in die Donaustadt Ulm, danach über holprige und geflickte Autobahnen über Nürnberg vorbei an Bayreuth, vorbei an Hof.
"Hörst du das ?", fragt ein Mitfahrer auf einmal ? "Nein, ich hör nix", und das war genau die richtige Antwort. Man hörte nix, kein Schlagen mehr, verursacht durch die Fugen des Betonbelages unwesentlich besser als der einer Panzerringstraße, kein Schlagloch, nicht mal mehr eine Bodenwelle - Autobahnen als ein erstes Indiz für die prognostizierten "blühenden Landschaften".
"Sogar das Wetter ist hier besser", mussten wir auf unserem Weg weiter nach Norden neidisch anerkennen. Diese Beobachtung sollte sich aber im Laufe der nächsten Stunden als totale Fehleinschätzung herausstellen.

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Der erste Weg nach unserer Ankunft in Halle führte uns direkt an die Wettkampfstätte am Osendorfer See. Auf dem Weg dorthin noch kurz am Mannschaftshotel der baden-württembergischen Triathlon-Elite der Jungspunde vorbei, um Präsenz zu zeigen und somit den entsprechenden Druck aufzubauen.
Der Zustand des Wettkampfortes am "Kanusportzentrum am Osendorfer See" ließ darauf vermuten, dass diese "Location" wahrlich schon bessere Zeiten erlebt hatte. Die blühenden Landschaften hatten sich nicht bis hierher ausgebreitet und der Zahn der Zeit nagt auch hier unaufhörlich an der Substanz der Anlage.
Trotzdem sollte das Gelände am und um den See einen Wettkampf möglich machen. Einzig und allein der Zustand der Radstrecke war bedenklich, machte uns aber an diesem sonnigen Nachmittag kein weiteres Kopfzerbrechen und so wollte man sich schleunigst auf den Weg ins Hotel machen, um sich auf den einzigen "boys-only-Abend" einzustimmen.

Die Unterkunft wurde wohl weislich "citynah" gewählt, was aber Tücken hinsichtlich der Zufahrt barg. Nach längerer Suche, der Fahrt in einem 70-m-Kreisverkehr gegen die Stromrichtung und letztendlich der Einfahrt in eine Einbahnstraße gegen die Fahrtrichtung (aber Baustellenfahrzeuge waren frei!) hat unser Fahrer dann doch einen optimalen Parkplatz gefunden, ca. 1,26 m vom Hoteleingang entfernt. Auf die Frage, ob wir unser Mobil dort stehen lassen können, bekamen wir vom Concierge, der nebenbei auch Wirt der Gaststätte, Koch der Gaststätte und zugleich guter Kunde der Gaststätte war, die Freigabe, dass wir den "Brummer" dort parken können, da jetzt ja Wochenende sei und die städtischen Beamten jetzt eh bis Dienstag frei hätten.
Der Beamte unter uns hat diese Bemerkung beflissentlich ignoriert.

Zimmerbezug, umziehen (teilweise) und dann zu Fuß ab auf den Marktplatz zu einer uns bekannten Pizzeria. Dort tummelt sich, oh Wunder, bereits eine größere Gruppe angereister Athleten-Eltern, zu denen man sich dann gerne dazugesellte. Strategisch ausgebufft setzte man sich ans obere Tischende, in die Nähe des Bedienpersonals, was dazu führte, dass man Essen serviert bekam, welches schon vor unserem Eintreffen bestellt war. Dankend nahmen wir die bevorzugte Behandlung an, was aber nicht den Zuspruch aller am Tisch sitzenden Gäste fand. Das Ganze eskalierte dann in einem Teilstorno des Bestellten, und das obwohl der Patrón des Etablissements mit seinem italienischen Charme versuchte, seinen extra in der Saale gefangen Lachs noch an den Mann pardon die Frau zu bringen. Aber da sind sie eigen - die Frauen.

Wir selber waren rundum zufrieden: Anreise gut, Wetter gut, Essen SCHNELL und gut..... was willst du mehr.
Ein paar Biere später, unsere Gruppe ist nach und nach auf drei Personen geschrumpft (also wir drei Race Officials), wurde der Abend beendet, aber nicht bevor sich die Bedienung mit einer weiteren Grappa-Runde bei uns für das, na sagen wir mal "TamTam" entschuldigte.

Am Tag als der Regen kam....
07.00 Uhr Einnahme eines doch sehr kontinentalen Frühstücks. Die Antwort auf die Frage unserer Herbergswirtin "wie hätten Sie den gerne Ihre Eier ?" - .....habe ich vergessen und somit machten wir um 07.30 Uhr unseren Brummer startklar und eilten an die Wettkampfstrecke.
Hier war das Einchecken bereits in vollem Gange. Was uns aber Sorgen machte, war der sich zusehens verdunkelnde Himmel. Pünktlich zum 1. Rennen des Tages "Junioren männlich" begann es wie aus Kübeln zu regnen. Was dann kam ist inzwischen hinlänglich bekannt. In einem Wechselbad der Gefühle hangelten wir uns von Wettkampf zu Wettkampf. Das Gute war, dass wir zu keinem Zeitpunkt des Tages wussten, dass das Schlimmste am Schluß kommen sollte.
Kurz vor dem letzten Wettkampf des Tages hat es dann tatsächlich aufgehört zu regnen und es war ein saugutes Gefühl zu merken, dass die Klamotten am Körper trocknen.

Nachdem unsere Mengener Athleten alle im Ziel waren, sahen wir die Mission der "Mengens Triathleten Race Officials"  als erledigt an und entschlossen schnellstmöglich die Heimreise anzutreten.
In 4.5 h haben wir die paar Kilometer von Halle nach Hause runtergerissen. Der mit den wenigsten Flensburgpunkten ist gefahren. Zwei Augen auf der Straße, zwei Augenpaare die Strecke nach Blitzern abscannend.

Was bleibt war das gute Gefühl der beiden Trainern in der Vorbereitung zu diesem Wettkampf vieles richtig gemacht zu haben und die noch schönere Erkenntnis, dass wir Mengener Triathleten ein richtig geiler Verein, mit einer richtig tollen Gemeinschaft sind.

In diesem Sinne -  bleibt sportlich und kommt gut über den Winter.

Mengen im Mai 2013
Euer Webmaster

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