Aktuelle Pressemeldungen

Summertime Triathlon 2011

"Hallo hier spricht Triathletin Sylvia Heudorfer......"

Jeder, der sich am Sonntag, 07.08.2011 ab 14.30 Uhr telefonisch bei Heudorfers gemeldet hat, wurde so begrüßt.
Doch bis dahin war es ein langer, entbehrungsreicher und manchmal fast schmerzhafter Weg - für ALLE Beteiligten!

Getreu dem Motto "der gute Triathlet wird im Winter gemacht", hat sich zu Beginn der Hallenbad-Saison 2010 bekanntermaßen eine kleine, aber feine Damen-Trainingsgruppe gebildet. Neben gelegentlichen lockeren Läufchen, stürzte sich Frau im regelmäßigen Turnus in die Fluten des Mengener Hallenbades.
Die jeweiligen hauseigenen Trainer gaben in Form von Trainingsplänen den Umfang und die Art der Schwimmübungen vor und es kam, wie es kommen musste: Die Aus- und Bewertung der im Schwimmbecken gezeigten Leistungen erfolgte regelmäßig in den heimischen Wohnzimmern. Die ehrliche Meinung und die "völlig neutrale" Leistungseinschätzung wurden von den Damen aber mehr und mehr als Kritik aufgefasst und führte zu einer zunehmend demotivierten Trainingsauffassung.
Allen Beteiligten war klar, dass ein neutraler und zugleich kompetenter Übungsleiter verpflichtet werden muss, um die aufstrebenden Athleten hinsichtlich ihrer Schwimmleistungen weiter zu fördern. Einer musste auch gar nicht lange überredet werden, OSKAR "the frauenversteher". Smart und mit pädagogischem Background war er der richtige Mann zur richtigen Zeit. Technikübungen zur Verbesserungen des Schwimmstiles waren oft angesagt. Als Technik-Freak wurden alle Hilfsmittel der modernen Trainingsanalyse herangezogen - das ganze gipfelte mit Unterwasser-Filmaufnahmen der ästhetisch vorbeigleitenden Grazien.
Im weiteren Verlauf der VP1 und später der VP2 erhöhten sich Trainingsumfänge und -intensitäten entsprechend den Vorgaben der vereinsinternen C-Trainern.
Dann begann die Triathlonsaison 2011.
Die Susi war die Erste die sich traute und debütierte beim Naturenergie Triathlon in Rheinfelden. 500 m schwimmen im Freibad, 20 km-"hardcore-radfahren" und abschließend 5 km laufen. Die Strecke wurde spielend bewältigt und die Infizierung mit dem Triathlonvirus war erfolgt.
Der Rest der Bande zickte noch ein bischen rum, während Susi bereits zum zweiten Mal in Erbach an den Start ging.

Am 07.08.2011 war es dann endlich soweit:
Die zweite Debütantin traute sich die Volksdistanz über 500m schwimmen, 20 km radeln und 5 km Laufen in Angriff zu nehmen.
Klammheimlich hat sich unsere Sylvi beim Summertime Triathlon in Karlsdorf-Neuthard in der Nähe von Bruchsal angemeldet.
"I will, dass me koiner kennt" damit hat sie die Auswahl genau dieses Wettkampfes begründet.
Um ja jegliche Spuren zu verwischen hat sie beim Verein nicht "Mengens Triathleten" oder "TV Mengen", sondern ganz unauffällig "Sissy-Club" angegeben ! "Und oine hots doch gmerkt" und so meldete Susi zu ihrem 3. Volkstriathlon mit an.
Bei der Vorbereitung hat unsere Sylvia dann nichts dem Zufall überlassen. Der Jahresurlaub wurde verlegt, sodass sie die Wochen vor dem Wettkampf zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung und anschließenden Tapering-Phase nutzen konnte. Zusammen mit Ihrem Personell-Trainer, dem sowohl beim Badischen als auch beim Württembergischem Triathlonverband C-lizenzierten Trainer Pete Heudorfer, spulte sie einen exakt auf sie abgestimmten Trainingsplan ab.

07.08.2011 - Race-Day
Mit dem Mannschaftsbus ging es morgen um 06.00 Uhr auf den "Highway to hell". Ca. 2 Stunden Anfahrt. Die Stimmung bei Sylvi war gut, um nicht zu sagen euphorisch. Mit abnehmender Distanz zum Wettkampfort wurde die Debütantin dann zunehmend leiser. War es bereits die beginnende Konzentrationsphase oder war´s was anderes ?
Susi, ganz abgeklärt, musste teilweise nur schmunzeln ob der offensichtlichen Nervosität - "jojo so isch mr´s friar au ganga, des lot mit dr zeit no".
Fast wäre das Debüt doch noch ins Wasser gefallen, da Sylvi bei einem kurzen Boxen-Stopp an der Aral-Tanke in Reutlingen fast den Ausgang nicht mehr gefunden hat !
Ankunft am Wettkampfort - Startunterlagen abholen und schon mal die erste Enttäuschung bei Sylvi "Scheiße, s´gibt koi Finisher-T-Shirt" !
Die beiden mitgereisten Betreuer versuchten ihrerseits durch ihr abgeklärtes Verhalten die aufkommende Hektik zu dämpfen. "Fascht wia bei de Schüler B beim LBS Cup !"
Danach Einrichten der Wechselzone 2 im Stadion und Ablaufen der Wege zur und aus der Wechselzone. "Peter kasch mr´s nomol zoiga", "wia war des jetzt nomol?", "dohana links rom ?" - "noi, s´andere links" (Anm.d.R. "s´andere links" = rechts).
Etliche Fragen mussten geklärt werden, bis unser Pete der Diskussion ein Ende setzte und lospolterte "heiland jo, des siesch noch schau !" - Alles klar !!!
Räder fertig machen, Equipment  für Wechselzone 1 packen und rüber zum Sieben-Erlen-See, ca. 2 km Luftlinie entfernt.
Einmal komplette Radstrecke (10-km !!!!) abfahren. Taktische Hinweise vom Pete inklusive.
Danach chillen am See und Inspektion des Materials der Konkurrenz bis endlich gegen 11.30 Uhr die Wechselzone zum Check-In geöffnet wurde.

Ab jetzt wurde es richtig hektisch, nicht nur für die Athleten, sondern im Besonderen für die Begleiter. Equipment "nochschloifa", Nerven beruhigen (manchmal die eigenen) und ganz wichtig, die ganze Welt über das jeweils aktuelle Ereignis via Facebook in Kenntnis setzen.
"Pete, wa poschtresch wieder, aber jo koine Foto, i schla de"
12.31 - Start erfolgt. Im Getümmel von 70 Startern haben wir unsere Damen ziemlich schnell aus den Augen verloren und das hätte Pete auch besser beim Schwimmausstieg von Sylvi immer noch. Aber was musste er sehen ?
Kaum den Schnabel wieder über NN und schon ein kleines Pläuschchen mit einem Mitstreiter ! "Des glaub i it - dia ka Gosch it halta" schüttelt Pete nur ungläubig den Kopf.
Wechsel auf Rad war super - ca. 20 Sekunden nach Susi ging´s für Sylvi auf die Radstrecke.
Wir Betreuer ebenfalls auf die Räder noch einen kurzen Facebook-Eintrag und dann 5 km "GA2-Rad" rüber zur Wechselzone 2, damit wir die Ladies noch vor der zweiten Radrunde anfeuern können.
Ende Radrunde, beide Starterinnen top.  Weg zur Wechselzone war ein bischen eckig, zumal Sylvi noch die Radschuhe aufmachen musste, aber Zeit für eine "Beckerfaust" bleibt allemal. Ca. 1 Minute dahinter rauscht Susi ein.
Jetzt noch 5 km laufen, das sollte kein Problem mehr sein - dachten wir, bis wir die beiden aus der Wechselzone heraushecheln sahen.
Mit einem "Götz von Berlichingen" auf den Lippen quälte sich Sylvi an uns vorbei, um keine 500 m weiter endliche den Laufrhythmus gefunden zu haben, um dann locker flockig in einer Fabelzeit die abschließende Runde zu absolvieren.
Nicht viel besser erging es Susi: Mit einem Krampf beim Absteigen vom Rad sah auch Ihre Laufperformance beim Ausgang aus der Wechselzone alles andere als entspannt aus.
Doch weil die Frauen halt hart im Nehmen sind, wurden diese Schmerzen einfach ignoriert und der Lauf in einer ebenfalls tollen Zeit zu Ende gebracht.
Am Ende stand für Sylvi eine Endzeit von 1:20:01,54 und für Susi eine 1:22:24,07. Dies war gleichbedeutend mit einer Platz 10 für Sylvi in der AK 40 und einem 4. Platz für Susi in der AK45 (so jetzt isch es raus !)
Zurecht "Stolz wie OSKAR" waren die beiden angesichts der erbrachten Leistung und entsprechend entspannt chillten die Mädels noch ausgiebig in der Athletenzone, den beiden Begleitern signalisierend „ATHELTENZONE“ nicht Helferbereich ! Wir Betreuer waren sprachlos – obwohl wir hatten ja den ganzen Tag eh nichts zu sagen. Und weil wir nichts zu sagen hatten, haben wir es eben auf Facebook "geposchtert", diesmal, mit freundlicher Genehmigung, auch mit Foto.
Und dann waren auch schon die ersten Interwiew-Anfragen via Telefon:
"Hallo hier spricht Triathletin Sylvia Heudorfer........"

Live miterleben dürfen....war klasse.
Bis bald mal wieder und bis dahin bleibt locker......Euer Webmaster

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